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Donnerstag, 26. Juni 2008

Nähabend

Ja, das Nähen liegt so sehr in der Luft, daß sich eine ganze Reihe Begeisterte fanden, die zusammen nähen wollten. Konzentriertes Arbeiten über Stunden, es war möglich!

Und hier die Ergebnisriege:

Vielen Dank, ihr wart toll, fabulous, amazing, stunning - auf Englisch kann man so schön schwärmen. Ihr habt mir Internet-Junkie mal wieder vor Augen geführt, daß die virtuelle Welt nicht die Welt ist.

Real Sewing Workshop - much better than virtuality.

Montag, 16. Juni 2008

Mein erster SWAP

Die Handarbeitsgemeinschaft im Netz liebt den Tausch von selbstgemachten Sachen - sogenannte Swaps. Ich habe dem immer passiv zugesehen, aber jetzt mußte ich mal mitmachen und dafür meine Versuche mit Stoffdruck wieder aufnehmen. Ich bin mit dem Druckbild noch immer nicht zufrieden (mal zu schwach, mal zu schmierig), habe aber ein Versuchsstück schon mal in einem Täschchen verarbeitet.

Jesse in Südafrika bewundere ich schon lange für ihre selbstgedruckten Stoffe - und nun hatte sie einen Swap vorgeschlagen. Alle die mitmachen schicken sich gegenseitig 20x20 cm große im eigenen Design handbedruckte Stoffstücke. Ich habe mein Quadrat heute abgeschickt und freue mich darauf, aus Südafrika einen von diesen wunderbaren Linoldrucken zu erhalten:

Jesse hat in ihrem Blog auch eine sehr gute Anleitung für ihren Stoffdruck. Nun sollen wir in unseren Blogs eigentlich weitere Swaps anregen, aber ich fürchte, hier lesen nicht so viele Stoff-Selbstbedrucker mit. (Eine fällt mir allerdings ein, also C, wollen wir swappen?)


Jesse has such amazing prints. I am taking part in a swap she started, looking forward to other swaps. My prints still do not come out the way I want them (the amount of paint is the problem, either too little or too much), but I used one of my squares for a little bag anyway.

Montag, 9. Juni 2008

Stoffgeschäfte in Berlin


Das Nähen liegt überall um mich her in der Luft und ich werde gefragt, wo ich meine Stoffe kaufe. Hier meine Erfahrungen:
Bei Wertheim am Kudamm stöbere ich sehr gern, da komme ich auch am ehesten vorbei. Es gibt immer wieder Lieferungen mit guten Stoffen, die zu Sonderpreisen angeboten werden, so zum Beispiel der rot-weiße Stoff der Taschentüchertasche (Tatüta) im Bild oben. Man muß nur Spaß am Wühlen haben um die Perlen zu finden. Das gleiche gilt für den Stoffgroßhandel Hüco beim S-Bahnhof Jungerfernheide. Lagerregal nach Lagerregal mit Überraschungen, da müßte ich mich eigentlich nachts mal einschließen lassen. Meine dritte Quelle für günstige und gute Stoffe ist natürlich Ikea. Hier ein Kosmetiktäschchen aus einem Ikea-Stoff. Das schönste Stoffgeschäft ist Frau Tulpe im Prenzlauer Berg, das ist für mich nur leider so weit weg. Dort gibt es Stoffe mit retro-modernen Drucken, so wie sie mir bei meinen Streifzügen durch die internationale Näh-Szene im Internet immer wieder begegnen. Das gleiche gilt für den Onlineshop Volksfaden, deren Inhaberin auch in Berlin sitzt. Dort stöbere ich gern virtuell und träume von den schönen Farben und Mustern. Ich habe noch nichts bestellt, weil ich Stoffe doch irgendwie lieber erstmal anfasse. Aber sobald ich bei meinen Nähprojekten nicht mehr so viel Ausschuß produziere, will ich mir dort und bei Frau Tulpe öfter mal was leisten.
These are the places in Berlin where I buy or would like to buy my fabrics.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Momentan frei

Ich muß mir eine neue Tasche für zukünftige Habseligkeiten machen. Diese hier, inspiriert von einem japanischen Nähbuch, hat schon verschiedene Stadien durchlaufen, hat aber immer noch zu viele Mängel im Detail. Ich übe ja noch.
Die alte Tasche mit Inhalt ist fort, wohl für immer. Ich hatte viel Pech.
"My house burnt down. Now I can better see the rising moon." lautet ein Haiku.
Hier ist nichts abgebrannt, aber ich habe ich all die Dinge nicht mehr, die man mitnehmen muß, wenn man das Haus verläßt. Insofern bin ich frei - es gibt nichts mehr herumzuschleppen. Nichts mehr, auf das man achten muß. Und das geht. Nur ein dumpfes Gefühl in der Magengrube, die Frage, wer jetzt durch meine Habseligkeiten wühlt. Mein Skizzbuch, wie ein Tagebuch, schaut es sich jemand an? Oder liegt es schon aufgeweicht auf einer Halde? Trägt jemand meine Brillen? Telefoniert mit meinem Handy? Geht mit meiner Jahreskarte ins Museum? Bin ich ein neues Projekt von Sophie Calle?
Auch der Beruhigungs-Eisbecher hat nicht lang gewirkt. Es müssen schon Haikus und die Zeit sein, die das Adrenalin abbauen.
I am working on a new bag. The old one with all its content is gone.

Sonntag, 1. Juni 2008

Schöne alte Stoffe

Heute habe ich Reste von alten Kimono-Stoffen geschenkt bekommen. Ich bin immer wieder begeistert über die Muster, die Farben und das schönen Material. Ich werde mich sicher wieder nicht trauen, hineinzuschneiden.
Löwenzahn, Apfelblüte, Iris, alles ist da. Bei der Iris muß ich gleich an van Gogh denken, der den klaren japanischen Stil bewundert hat und Motive wie die Iris in seine Malerei übernommen hat (Ausschnitt);Bei dem Kalligrafie-Workshop heute hat uns die Konzentration gut getan, mit der man die Zeichen übt. Dies hier bedeutet "Fliege" (ungefähr: "mushi"). Wer uns kennt, weiß vielleicht schon, wer aus unserer Familie diesen -allgemein bewunderten- Schriftzug geschaffen hat.
Privater werde ich jetzt hier nicht mehr. Dieser Blog soll über Kunst und Handwerk sein, das genügt. Daher habe ich einige frühere Einträge, die einen anderen Fokus hatten, gelöscht.

A wonderful gift: Fabric from antique kimonos. The japanese style made me think of van Gogh's love for japanese arts and crafts. We also tried calligraphy with a japanese teacher today. Makes the mind very peaceful. Domo Arigato again.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Wie alles anfing - Nadelkissen

Im Februar bin ich zufällig in die Blogwelt geraten, als ich im Internet nach einem Schnitt für ein Last-Minute-Nähgeschenk suchte. Die untereinander vernetzten Nähblogs und Flickr-Groups boten so eine Fülle von Ideen, daß es mich umhaute. So vieles wollte ich auch probieren! Ganz oben auf der Liste standen die wunderschönen kleinen Nadelkissen, die ich überall sah. Besonderes dieser Blogheader einer Frau, die Nadelkissen für Liberty in London herstellt, hatte es mir angetan. Nach einigen Recherchen bin ich zu dem Schluß gekommen, daß diese fünfteilige Form eigentlich aus der japanischen Tradition kommt und dort eine Pflaumenblüte darstellen soll.

Aber es gibt auch viele andere Varianten dieser kleinen knuffigen Skulpturen. Allein eine Recherche bei Flickr nach "pincushions" ergibt über 12.000 Ergebnisse. Zum Glück kann man in "clustern", Schwerpunkten, recherchieren. Hier zum Beispiel ist zu sehen, daß meine Versuche nur ein kleiner schüchterner Abklatsch all dessen sind, was draußen im Netz zu finden ist. Die Nadelkissen sind auch leicht nachzumachen. Die Anleitungen sind zwar auf Englisch, die Bilder sollten aber genügen: Nadelkissen rund , quadratisch mit Patchwork, im Flaschendeckel, nochmal rund.
Besonders gern mag ich auch die (wohl ebenfalls ursprünglich aus Japan kommenden) Nadelkissen in Walnußschalen. Ich habe mir extra Walnußhälften gesucht, die ein Eichhörnchen im letzen Herbst von unserem Nußbaum geworfen hat. Mir gefällt dieses sentimentale Element.
Dann kam ich auf die Idee, Muschelhälften zu benutzen. Diese Nadelkissen benutze ich am häufigsten. Und sie sind auch mit Erinnerungen verbunden - wir haben die Muscheln am Strand vor Barcelonas Flughafen aufgesammelt, während wir auf unseren Rückflug warteten.

I am again in sewing mood. Here are some examples of the long to-do-list I am working on. Everything is inspired by what I found online when I first discovered the world of creative blogs and flickr groups a few months ago. (Maybe) my own twist: Walnut halfes left over by a squirrel in the back of our house, shells found on Barcelona's beach this winter - little sculptures with a meaning.

Dienstag, 6. Mai 2008

Zweifelhaften Basteltechniken die Ehre geben


Was ist das für ein bunter Stoff da oben? Ja, das ist die Servietten-technik. Wenn Monsieur Matisse wüßte, daß seine Scherenschnitte uns DAZU animiert haben, ach der Arme. Aber Monsieur, ich kann ihnen sagen, mit Kindern ist nichts anderes möglich. Kein ernsthaftes Arbeiten, kein Versinken im Atelier. Dafür machen Kinder tolle Sachen, auch aus Papier.


(Die Schnittchen sind vom Papa beigesteuert. Doch, ein Franzose kann sich dem deutschen Abendbrot annähern. )


Und sie bringen im Skizzblock der Mutter die Vergißmeinicht auf den Punkt, während die sich wieder dem Nähen von Kleinigkeiten zuwendet. Die fünfblättrige Blüte in Blau taucht zumindest wieder auf, und so ein Nadelkissen hat auch etwas von einer Skulptur.


Kann man das Lesen? Dort steht: "Das sind Fagis Malnich". Mal nich? Mal nich malen? Im Moment ist es wohl so. Dafür waschen, zum Beispiel diesen Serviettentechnik-Stoff. Laut Anleitung soll er bei 40 Grad waschbar sein. Das würde ungeahnte Möglichkeiten selbstgestalteter Stoffe eröffnen! Ich werde berichten.

Collage on cotton using paper napkins. Still need to try out washing.

Sonntag, 20. April 2008

Tag und Nacht

...habe ich doch tatsächlich an diesem Lätzchen gearbeitet. Es soll als Geschenk nach Frankreich gehen - und nun ist dieser Piggy-Ritter vielleicht doch ein bißchen zu bescheuert geworden.


Die mir anvertrauten Kinder mußten sich währenddessen von Müsli ernähren. Zum Glück kamen Retter: Von Männern gefangen und zubereitet, welch ein Genuß.

Mittwoch, 16. April 2008

A project a day

When I saw Edward B. Gordon's blog about a Painting a Day I thought about doing something similar. I could promise myself to create something every day. Self-motivation for the moments when I am just too tired or in a hasitating mood. Last night I almost gave in, but then I thought about my to-do-list and made a cover for my sunglasses:



Ich habe einfach ein altes Brillenetui (die Art mit zwei Metallbügeln an der Öffnung, die auf Druck aufspringen) neu bezogen. Schöne Brillenetuis, auch ein noch ziemlich unbeackertes Feld!

Montag, 14. April 2008

Haarspangen

On of the first things I came across reading craft blogs were barrettes. I liked these and these and because we really needed barrettes I tried it out myself:




I played around with different ways to fix the felt and fabric to the clip. This one works best for me: Just two slits in the back where I push in the clip.


Jetzt reicht es erstmal mit Haarspangen. P will inzwischen ohnehin lieber Haarbänder - ein neues Spielfeld für mich!

Donnerstag, 10. April 2008

Bügelperlen II

Fortunately this time my work of last night was accepted by little girl. Of course she is happy that I used one of her ornaments. (I still don't know how these perls are called in English).

Das Bügelperlenfieber kann mich nun nicht mehr schrecken, hab noch genug Ideen für die Verwertung.

Mittwoch, 9. April 2008

Zakka

Until reading all the craft blogs I had never heard of zakka before. I know I like it a lot, but I am still trying to understand. I guess this article in the Int. Herald Tribune sums it up: "It's the japanese term for everything and anything that spruces up your home, life and outlook. ... Cute is not enough. To qualify as a zakka, a product must be attractive, sensitive, laden with subtexts." I have been looking at tons of japanese craft books online, very fascinated. Today I showed my japanese friend Haruyo what I found. She said, to her all these pictures do not look japanese at all, to her it is french, european or western culture. My eyes however see the japanese influence, so I guess it is the fusion that I like about zakka and the japanese crafts.
Haruyo gave me some more kimono fabric, thanks a lot! If I have the courage to use them I will try to make some German Zakka.

Dienstag, 8. April 2008

Durchgefallen

New hat made out of old sweater was not accepted by little girl.